Message to the International Workers Meeting in Tokyo, november 6th, 2011
Dear Comrades,
dear brothers and sisters,
the Gruppe Klassenkampf (Austrian member of the Permanent Revolution Collectiv CoReP) sends its warmest greetings to your meeting.
In a period of international capitalist crisis, when imperialism is not only accelerating and intensifying the exploitation in ever single country, slashing the achievements of decades of workers struggles, preparing and organising military interventions in Northern Africa, Africa, Asia, but also inciting xenophobia and racist riots all over the planet, an international meeting of workers from different countries and even continents is an important event that stresses the brother- and sisterhood of proletarians all around the globe.

Your demands today are: Shut down nuclear plants immediately! We support this demand, because history showed that neither the capitalist class nor the stalinist bureaucracies (for different reasons) can guarantee the safety of nuclear power plants. Capitalist greed for profit led to the catastrophe in Fukushima-Daiichi. Security was ignored, safety reports were forged.
We think that the struggle for a socialist future implies the struggle for the development of forms of energy that are renewable and in accordance with the needs of mankind and nature. Capitalism turns productive forces in destructive forces – the nuclear catastrophes of Sellafield, Three Miles Island and Fukushima are the proof for this statement by Marx. Chernobyl demonstrated that a stalinist caste that deprived the proletariat from political power and destroyed the basis of a democratically planned economy is just imitating the worst sides of capitalism, even in its most dangerous aspects.
Today, you stress the necessity of international unity of workers and the struggle against unemployment.
The comrades of Doro-Chiba fight for already a quarter of a century against the privatizations and the dismantling of the nationalized Japanese Railways and the withdrawal of the dismissial of 1047 railway workers. We declare our solidarity with this demands.
The Japanese capitalists try to use the disarray after the Tsunami and the nuclear meltdown in Fukushima to impose new mass layoffs, new mass taxes – as all over the world, they want to make the toiling masses pay for their crisis. We support your struggle against this offensive, as well ad the strikes and demonstrations by your sister-union Doro-Mito against the criminal attempt to force railway workers and working people who need the railways to enter the radiated zone and to refuse the decontamination of trains and cars.
We know that brothers and sisters from the ILWU (USA) as well as brothers and sisters from the KTCU (South Korea) are present at your rallye. We send our greetings to the brave militants of the ILWU who fight in Longview a struggle which is important for the core of the american working class, We send our greetings to the brothers and sisters in Korea, where today repressive laws are used to criminalize public workers for „critizicing political parties“, i.e., the parties of the ruling class.
Brothers and sisters, comrades – we endorse your rallye and your internationalist outlook. To unify the workers in class-struggling unions or in self-organized committees of action to fight for their immediate demands is a first and important step in organizing the class for its own interests. We are optimistic that, inspite of all counterrevolutionary and reactionary attacks against the workers of the world, the proletarians will succeed in organizing in unions, revolutionary parties and a new revolutionary workers Internationale that will be the guarantee for our coming victories!
Danketsu!
Grußbotschaft an das Internationale ArbeiterInnentreffen in Tokyo, 6. 11 2011
Liebe GenossInnen,
liebe KollegInnen
die Gruppe Klassenkampf (österreichisches Mitglied des Kollektivs Permanente Revolution CoReP) sendet eurer Arbeiterkonferenz die herzlichsten Grüße.
In einer Periode der internationalen kapitalistischen Krise, in welcher der Imperialismus nicht nur die Ausbeutung in jedem einzelnen Land beschleunigt und verschärft, die Errungenschaften von Jahrzehnten von Arbeiterkämpfen zunichte macht, militärische Interventionen in Nordafrika, Afrika und Asien vorbereitet und organisiert, sondern auch Fremdenfeindlichkeit und rassistische Unruhen rund um den Planeten anheizt, ist ein internationales Treffen von ArbeiterInnen aus verschiedenen Ländern und sogar Kontinenten ein wichtiges Ereignis, dass die Geschwisterschaft der ArbeiterInnen rund um den Erdball unterstreicht.
Heute ist eure Forderung: Sofortige Schließung aller Atomanlagen. Wir unterstützen diese Forderung, weil die Geschichte gelehrt hat, dass weder die Kapitalistenklasse noch die stalinistischen Bürokratien (aus anderen Gründen) die Sicherheit von Atomkraftwerken garantieren können. Die kapitalistische Gier nach Profiten hat zur Katastrophe in Fukushima-Daiichi geführt. Sicherheitsmaßnahmen wurden ignoriert, Sicherheitsberichte gefälscht.
Wir meinen, dass der Kampf für eine sozialistische Zukunft den Kampf für die Entwicklung erneuerbarer Formen von Energie, im Einklang mit den Bedürfnissen der Menschheit und der Natur, impliziert. Der Kapitalismus verwandelt Produktiv- in Destruktivkräfte – die Nuklearkatastrophen von Sellafield, Three Miles Island und Fukushima bestätigen diese Aussage von Marx. Tschernobyl hat gezeigt, dass eine stalinistische Kaste, die das Proletariat von der politischen Macht verdrängt und die Basis für eine demokratisch geplante Planwirtschaft zerstört hat, nur die schlimmsten Seiten des Kapitalismus imitieren kann, und das sogar in ihren gefährlichsten Aspekten.
Ihr betont heute die Notwendigkeit der internationalen Einheit der ArbeiterInnen und des Kampfs gegen Arbeitslosigkeit.
Die GenossInnen von Doro-Chiba kämpfen seit fast einem Vierteljahrhundert gegen die Privatisierung und Zerschlagung der verstaatlichten Japanischen Eisenbahnen und die Rücknahme der Kündigung von 1047 EisenbahnerInnen. Wir erklären uns mit diesen Forderungen solidarisch.
Die japanischen KapitalistInnen versuchen, die Verwüstungen nach dem Tsunami und der Kernschmelze in Fukushima auszunützen, um neue Massenentlassungen und Massensteuern durchzuziehen – wie überall in der Welt sollen die ArbeiterInnen für die Krise der KapitalistInnen zahlen. Wir unterstützen euren Kampf gegen diese Offensive ebenso wie die Streiks und Demonstrationen eurer Schwestergewerkschaft Doro-Mito gegen die kriminellen Versuche, EisenbahnerInnen und arbeitende Menschen, die auf die Bahn angewiesen sind zu zwingen, in die verstrahlte Zone einzufahren und die Dekontaminierung von Zügen und Waggons zu verweigern.
Wir wissen, dass KollegInnen der ILWU (HafenarbeiterInnengewerkschaft in den USA) ebenso an eurer Versammlung teilnehmen wie Kolleginnen der KTCU (Südkoreanische Gewerkschaft). Wir schicken unsere Grüße an die tapferen AktivistInnen der ILWU, die in Longview einen Kampf austragen, der für alle Kernschichten der amerikanischen ArbeiterInnenklasse wichtig ist. Wir schicken unsere geschwisterlichen Grüße an die KollegInnen in Korea, wo heute repressive Gesetze angewendet werden, um öffentlich Bedienstete zu kriminalisieren, weil sie „politische Parteien kritisieren“, d.h., Parteien der herrschenden Klasse.
KollegInnen und GenossInnen, wir unterstützen eure Versammlung und eure internationalistische Perspektive. Die ArbeiterInnen in klassenkämpferischen Gewerkschaften oder selbstorganisierten Aktionskomitees zu vereinigen ist ein erster und bedeutender Schritt bei der Organisierung der Klasse für ihre eigenen Interessen. Wir sind optimistisch, dass trotz aller konterrevolutionären und reaktionären Attacken gegen die ArbeiterInnen der Welt das Proletariat sich in Gewerkschaften, revolutionären Parteien und einer neuen, revolutionären ArbeiterInneninternationale zusammenschließen wird. die der Garant unseres kommenden Sieges sein wird.
Danketsu!